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Verena Bentele beim BEBSK e.V.

Vor einem Jahr hatten wir als Vorstand uns entschlossen, für das diesjährige Familienseminar unter dem Motto „Auch blinde und sehbehinderte Kinder brauchen Vorbilder“ blinde Menschen als Redner einzuladen, die etwas besonderes geschafft haben. Besonderes in der Hinsicht, dass man es von einem blinden Menschen nicht so ohne weiteres erwartet. Und da wir außerdem ein Seminar mit Sportangeboten machen wollten, war ziemlich schnell klar, dass Verena Bentele aufgrund ihres sportlichen Erfolges genau die richtige wäre.

Der Kontakt zu ihr wurde durch unseren jetzigen 1. Vorsitzenden Jörg van Melle hergestellt und innerhalb kürzester Zeit stand fest: Sie kommt!

Die Freude, aber auch die Aufregung war groß, schließlich begegnet man ja nicht jeden Tag einer so herausragenden Sportlerin, ganz unabhängig von der Blindheit, die dazu inzwischen auch noch den wichtigen Posten der Bundesbehindertenbeauftragten bekommen hatte. Dementsprechend voll war der Vortragsraum und alle hingen gespannt an Verena Benteles Lippen. Ich hatte Frau Bentele eine Woche vorher bereits auf dem Verbandstag des DBSV in eben dieser Funktion erlebt und war gespannt, wie sie auf die Kinder und Eltern wirken würde und mit diesen umgehen würde. Vom ersten Moment an nahm Verena Bentele die Zuhörer, die Großen und die Kleinen, gefangen. Sie begeisterte mit ihrer erfrischenden, eloquenten Art, in der sie über ihr Leben als blindes Kind, Jugendliche und ihre Sportlerkarriere berichtete. Sie erzählte freimütig über ihre Kindheit und ließ das ein oder andere Anekdötchen, dass ihr ihre Mutter in Vorbereitung auf unser Seminar noch einmal ganz frisch mitgegeben hatte, zum besten. Mutter Bentele, die wir auch eingeladen hatten, die aber leider nicht kommen konnte, hatte ihre Tochter bestens instruiert. So sparte Verena Bentele auch nicht mit Hinweisen, dass es wichtig sei, den blinden und sehbehinderten Kindern mehr zuzutrauen und erzählte wie ihre Eltern mit ihrer Behinderung umgegangen waren. Man bekam sehr schnell den Eindruck, dass sie in einer Umgebung aufgewachsen war, in der ihr und ihren Brüdern, wovon einer ebenfalls blind ist, viel zugetraut wurde, wo sie sich austesten konnten, aber wo sie auch Pflichten hatten. So wurden sie auch immer im Haushalt mit eingebunden. Nicht jeder dieser Pflichten lag Verena, aber sie glaubt, dass gerade diese Pflichten dazu beigetragen haben, dass sie gute lebenspraktischen Fertigkeiten und ein hohes Maß an Selbständigkeit erworben hat. Sie erzählte von ihren diversen „Unfällen“, die dadurch entstanden, dass ihre Eltern sie vieles gemeinsam mit ihren Brüdern ausprobieren ließen, die sie aber in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt hätten. Für die Eltern mit kleineren Kindern war es sehr ermutigend zu hören, dass Kinder an diesen kleinen Zusammenstößen wachsen und man sie nicht in Watte packen muss.

Sie berichtete von ihrer Sportlerkarriere, von ihrer Zeit im Internat, aber auch von ihrer neuen Aufgabe als Behindertenbeauftragte. Hier interessierte gerade auch die Eltern, wie ihre Einstellung zur Inklusion sei, da sie selber Förderschulen besucht hatte. Für die Eltern war es wichtig zu hören, dass sie dieser Angelegenheit ein besonderes Augenmerk widmen will, da sie die Inklusion zwar grundsätzlich für die richtige Zielrichtung der Bildungspolitik hält, ihr aber sehr wohl bewusst ist, dass zur Zeit viele Standards, die in den Förderschulen gegeben sind, in der Inklusion noch nicht erreicht sind.

Im Anschluss an ihren Vortrag wurden noch Fragen beantwortet und danach ließ sie, für die Sport ein Lebensgefühl ist, es sich nicht nehmen, beim Judokurs der Kinder vorbeizuschauen, um sich genau erklären zu lassen, was mit den Kindern gemacht wurde.

Die Zeit mit Verena Bentele war leider viel zu schnell vorbei. Mit ihr hätte man auch einen ganzen Tag füllen können, ohne dass es langweilig geworden wäre. Sowohl ihre privaten Erfahrungen, ihr Sportlerleben, aber auch ihre jetzige Aufgabe als Behindertenbeauftragte hätten noch genug Stoff für weitere interessante Gespräche gegeben. Aber leider riefen die Pflichten.

Wir freuen uns, dass wir die Möglichkeit hatten, sie kennenzulernen, dass sie sich die Zeit genommen hat, trotz ihrer vielen politischen Verpflichtungen und dass man zu keiner Zeit das Gefühl hatte, dass sie auf dem Sprung war. Es war schön zu sehen, dass ihr die Begegnung und die Gespräche mit Eltern blinder und sehbehinderter Kinder wichtig genug war, um ihre politischen Pflichten für einige Zeit zu unterbrechen.

Ein Bericht von Marion Böttcher

Schnalzend auf Entdeckungstour

Daniel-Kish-Seminar des BEBSK e.V.

Bad Homburg - 20 Kinder lernen die Klick-Sonar-Technik, eine menschliche Echo-Ortung

Sofia schnalzt mit ihrer Zunge. „Lasst uns den nächsten großen Gegenstand finden“, sagt Daniel Kish. „Genau vor uns ist etwas“, antwortet die Achtjährige und versucht mit ihrem Blindenstock etwas zu ertasten. Sofia, im hübschen Schmetterlingskleid, soll um den Baum herumlaufen, ohne ihn zu berühren. Dabei weiß sie nicht, dass es ein Baum ist. „Unten kann man durchkrabbeln“, sagt Niklas. Niklas ist acht Jahre alt, kommt aus Calden bei Kassel und ist mit zwei Jahren erblindet. Neurofibromatose, Tumoren befielen seine Sehnerven. Niklas geht auf eine Regelschule, hat einen Orientierungstrainer. „Er soll einfach mal schauen, ob das hier zu ihm passt“, sagt seine Mutter Arina Wetzel, während Niklas sich eine Fanta einschenkt. Glas an die Flasche, Finger ins Glas, um zu spüren, wann es voll ist.

Die Kinder machen bei einem Klick-Sonar-Seminar mit. Klick-Sonar ist eine Schnalztechnik, mit der Kinder – wie Fledermäuse – über den Schall des Schnalzers ein Echo hören und so den Abstand sowie die Größe eines Gegenstandes abschätzen können.

„Die visuelle Seite des Gehirns wird angesprochen“, sagt der US-Amerikaner Kish, der die Technik weltweit lehrt. „So entstehen Bilder im Kopf, das erfolgt über das Hören wie auch über das Fühlen.“ Deshalb gehört zu der Technik auch ein langer Blindenstock. Das Geräusch verbreitet sich, und Oberflächen, etwa von Gebäuden oder Pflanzen, sendet eine Information zurück. „Jede Oberfläche ist anders“, so Kish.

„Es geht um Freiheit“, sagt der Trainer, derselbst vollständig erblindet ist. Stolz berichtet er, dass schon am zweiten von insgesamt drei Seminartagen Eltern Kinder mit ihren Stöcken alleine losziehen lassen. Zwischen zwei und 13 Jahre sind die 20 Kinder alt, die sich mit ihren Familien dreiTage in der Bad Homburger Jugendherberge treffen, um die Technik von Kish und seinem belgischen Kollegen Tom de Witte zu erlernen.

Leonie ist acht und in einer Dreier-Gruppe mit Soia und Niklas. Sie versucht sich gerade den Weg vom Garten der Jugendherberge ins Innere zu erarbeiten. „Ich finde die Terrasse nicht“, ruft sie ihrem Vater zu. Sie klatscht in die Hände und folgt dem Echo der Wand. Leonie kam ohne Augäpfel zur Welt. Sie hat schon Strategien, um sich zu orientieren. Als Kleinkind benutzte sie Schnalzlaute, doch das stellte sie irgendwann ein. „Zu Hause nutzt sie ihre Stimme, sie singt viel“, sagt Mutter Tanja Busche. Außerdem legt Leonie die Hand auf den Boden oder klatscht. „Wir wollen ihr eine andere, eine weniger aufällige Methode zeigen, die sie leicht anwenden kann, ohne dass andere es mitbekommen“, sagt Busche.Eineinhalb Stunden streift Leonie mit Sofia, Niklas und Daniel Kish durch den Garten der Jugendherberge, nach einer Pause geht es auf dem Spielplatz weiter.

Sofia ist mutig. Die Achtjährige kämpft sich durch Büsche und unter Bäumen hindurch – und hört genau hin, was Kish ihr sagt. „Ich merke, wenn eine Wand kommt, ich kann abschätzen, wo ein Baum steht“, sagt das Mädchen aus Rheinland-Pfalz. „Ich denke, es ist eine gute Art sich zu orientieren und ich werde diese Technik weiterhin benutzen.“

Organisiert hat den Workshop die Bundesvereinigung der Eltern blinder und sehbehinderter Kinder, dessen zweite Vorsitzende Angelina Herwig ist. Sie kannte Kish aus den Medien, auf Elterninitiative hat der Verein ihn nach Bad Homburg geholt. „Blinde Kinder können viel: Fahrradfahren, Reiten, Klettern“, sagt die Kasselerin. Es gehe darum, den Kindern eine zusätzliche Methode beizubringen. Bei Kish und de Witte lernen sie spielerisch. Die beiden vermitteln, dass es für Blinde keine Grenzen gibt.

Auch Felix, der siebenjährige Sohn von Herwig, lernt das Schnalzen, auch wenn er, wie er sagt, „eh ein gutes Gehör“ hat. „Manchmal gibt es aber iese Gegenstände, die man weder mit Schnalzen noch mit dem Stock bemerkt“, sagt er. Am Vormittag ist er gegen einen Stehtisch gestoßen.

Quelle: Frankfurter Rundschau – MiriamKeilbach

Familientreffen in der Eifel

Am Freitag den 22.01 machten wir uns auf den Weg in die Eifel, um uns mit 11 weiteren Familien auf dem Bauernhof „Feinen“ zu treffen. ...

Nachdem wir erst mal etwas gegessen hatten zogen wir uns warm an und machten uns auf den Weg, den Bauernhof zu erkunden. Zuerst entdeckten wir das Riesenschaf „Sack“, das ständig am Fressen war und überall auf dem Hof seine „Kaffeebohnen“ hinterließ. Außerdem gab es Pferde, Ponys, Ziegen, Hühner, Schweine, Gänse, Enten, Kühe, noch mehr Schafe und Hasen. Das Tolle war, dass alle Tiere gut erreichbar waren und angefasst werden konnten - manchmal war es allerdings gut, wenn man gerade eine verstopfte Nase hatte. Ein Fest für alle Sinne! …

Als alle Familien eingetrudelt waren gabes in der Hof eigenen Hausbar einen leckeren Eintopf zum Aufwärmen und es war Zeit, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Danach ließen wir den Tag am Lagerfeuer und mit Stockbrot ausklingen.

Am nächsten Tag waren die meisten Kinder mit den Kinderbetreuerinnen Julia, Kristin und Janine unterwegs. Gemeinsam mit Carmen, der Hofbesitzerin, wurde der gesamte Bauernhof besichtigt. Dabei waren die Tiere der größte Anziehungspunkt für die Kinder, aber auch mit den Kettcars und in der Strohscheune hatten viele ihren Spaß. Zum Mittagessen gab es leckeren Flammkuchen den wir alle gemeinsam im Backhaus zubereiteten und dann frisch aus dem großen Holzofen genießen konnten.

Für die Kinder stand danach Pony reiten an, was die meisten der Kinder wirklich lange und ausdauernd genutzt haben. Beim der anschließenden Traumreise sind dann auch dem einen oder anderen die Augen zugefallen.

Da die Kinder in guten Händen waren konnten wir Eltern die Zeit nutzen, und uns mal wieder ausgiebig unterhalten und Erfahrungen austauschen, was zum Teil auch bis in die Nacht hinein genossen wurde. …

Angelina Herwig

Väterwochenende in Münster

Am 22.03.2013 trafen sich die glorreichen Sieben (Andreas, Bernd, Frank, Georg, Mike, Torsten und Bodo) im DRK-Tagungshotel der Studentenstadt Münster.

Nach ca. 4,5 Stunden war auch der letzte eingetroffen. Dem Abendessen folgte die Suche nach einem geeigneten Fernseher, ab 19.00 Uhr wurde das Fußball-Länderspiel übertragen. Das Fußballspiel wurde schnell zur Nebensache. (Das hören die Frauen gerne!) Viele ernsthafte Gespräche, aber auch rumgealbere und das Kickerspiel bestimmten den Abend. Irgendwann verschwand auch der letzte auf sein Zimmer. Ich weiß nicht wie spät es war, aber ich war dabei.

Der Samstag sollte es in sich haben! Ein straffes Programm und die Begleitumstände führten uns an die körperlichen Grenzen. Dem gemeinsamen Frühstück folgte die Fahrt zur Kletterhalle High Hill.

Wir hatten ab 10.00 Uhr gebucht, waren jedoch bereits 20 Minuten früher dort, ohne in die Halle zu kommen. Bevor wir in die Wand durften, gab es noch eine Einführung bezüglich der Gurte, der Sicherung und der Knoten. Auch Torsten war beruhigt, nachdem er aufgeklärt wurde, dass die Gurte bis 2,5 Tonnen tragen können. Voller Elan, höchst motiviert und ohne Angst begannen wir den Aufstieg. Oft war allerdings bereits nach 2-3 Metern alles vorbei. Abgerutscht, keinen Halt gefunden, keine Kraft. Der eine oder andere stellte sich aber auch geschickt an, zeigte Ausdauer und kam ans Ziel. Mit Augenbinde sind nur wenige geklettert, wir hatten schon ohne massive Probleme.

Daher meine allerhöchste Hochachtung,wenn unsere Kinder klettern!

Wir hätten zwar noch länger bleiben können (geplant war 15.00 Uhr), doch Kräftemangel und ein leichtes Hungergefühl ließen uns schon früher aufhören.

Um 17.00 Uhr ging es mit dem Großraumtaxi zum historischen Stadtkern. Wir trafen unsere Stadtführerin vor dem Dom (eine imposantes Gebäude von innen und außen). Zuerst hielten wir uns noch ca. 15 Minuten im Dom auf, bei kuscheligen +10°C und ohne Wind. Nach etwa einer Stunde zappelten auch die Männer mit den dicksten und wärmsten Jacken rum, als müssten sie dringend zur Toilette. Den Zehen entwich langsam jegliches Gefühl, Muskeln zuckten unkontrolliert. ...

Vor Beginn der Führung machten sich alle über meine dünne Jacke lustig. Ja sie ist dünn und mir war kalt, richtig kalt. Im Wind waren es subjektiv gefühlte –10°C. Wohlgemerkt, es war der 23.03.2013, Frühling. Unsere Stadtführerin sucht sich mit schlafwandlerischer Sicherheit für ihre Vorträge immer die Plätze mit den heftigsten Böen aus. Ich überlegte, das luxuriöse Damenpelzgeschäft zu überfallen oder beim Bäcker ein warmes Brot zu kaufen und unter die Kleidung zu stopfen.

Amüsant, aber nicht erwärmend war der Auftritt der Feuerwehr Münster. Sie rückten mit einem kompletten Löschzug an, um einen qualmenden Mülleimer zu löschen. Die Dame mit dem Eimer Wasser hätte dies bestimmt auch geschafft.

Im Tagungshotel ließen wir den Abend ausklingen. ...

Bericht von Bodo Spittmann(der den Kürzeren zog)

Geschwisterseminar April 2010

Das Geschwisterseminar mit Marlies Winkelheide fand im Jugendbildungszentrum Berchum in Hagen in NRW statt.

Unter Geschwisterseminaren sind Seminare für Geschwister behinderter Kinder zu verstehen, die Marlies Winkelheide schon seit Jahren anbietet. Sie sind für die Geschwister eine gute Möglichkeit, mit ihren Bedürfnissen, Wünschen und Sorgen einmal im Mittelpunkt zu stehen und zumindest für eine kurze Zeit Abstand von der Situation zu Hause zu gewinnen.

Das Geschwisterseminar bot den Geschwistern Raum, Fragen zu stellen, ihre eigenen Gefühle zu äußern und neue Ausdrucksmöglichkeiten zu finden, ohne dabei Rücksicht auf die Gefühle der anderen Familienmitglieder nehmen zu müssen. An dem Seminar nahmen Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren, die alle als Gemeinsamkeit ein Geschwister mit Behinderungen hatten. Ein Mitarbeiterteam betreute diese und stand den Kindern bei Fragen Rede und Antwort. Am Ende der Tagung fand ein Informationsgespräch mit den Eltern statt, welches von den Kindern und Mitarbeitern gemeinsam gestaltet wurde. Marlies Winkelheide war es wichtig, dass sich die Kinder auf den Seminaren in ihren Ängsten und Problemen ernst genommen fühlten.

Die Kinder haben gelernt mit Hilfe der anderen Kinder, wie ihre Probleme gelöst werden können. Ziel des Seminars war es die Kinder anzuregen sich mit der Behinderung des Geschwisters auseinander zu setzen und eine eigene Einstellung dazu zu finden.

Bericht von Marion Böttcher

Das Musikwochenende in Ratingen, Musik selber machen - gemixt, nicht gerührt

Okay, ich geb’s zu: als ich mich anmeldete, dachte ich, dass wir auf diesem „Musik-Wochenende“ Instrumente ausprobieren würden... Weit gefehlt! Da ging’s hauptsächlich um Texten, Singen, Üben. Äh, und Aufnehmen natürlich... Aber eins nach dem anderen. Nach dem Abendbrot wurden wir einander vorgestellt, dann die Themen bestimmt und dann die Gruppen.

Die Musikthemen waren:
• Freundschaft (die vier Mädels: Cassie,Kaja, Nejla, Lilith)
• Telefon (die jüngeren Boys: Felix, Leon und Jan Luka)
• und Umwelt im Sinne der Verschmutzung (das waren wir 3 älteren: Paul, Lucas und ich)

Es wäre deutlich einfacher gewesen, es hätten sich erst die Gruppen gebildet, dann die Themen, aber so haben sich die passenden Gruppen auf die Themen konzentriert, die schon bestimmt waren...
Am nächsten Tag wurde getextet! Den anderen Gruppen hat das nicht gefallen anders uns Umweltsängern! Wir dichteten wie die Weltmeister und hatten dabei auch noch Spaß. Wir schafften ein Lied mit 3 Strophen und jeweils 10 Versen - plus Refrain. Wer es gerne einmal hören möchte, kann sich ja bei mir melden.
Der Nachmittag war für uns hingegen nicht so toll. Wir sollten das Lied singen. Da war nur ein ? bei uns. Wie singt man den Text am Besten? Und dann die passende Melodie dazu... Am Abend hatten wir eine tolle Melodie gefunden und uns darauf geeinigt das ganze zu Rappen. Perfekt für uns Jungs!, war meine Meinung. Später fiel mir auf, das die anderen wohl am Rap gerne noch weiter gefeilt hätten, aber nichts gesagt hatten. Ungünstig, aber naja... So schlimm war das Resultat dann doch nicht.

Das Aufnehmen war richtig professionell:
jede Stimme bekam eine eigene Spule, die dann zusammen mit dem Lied gelegt wurde. Auf die Weise konnte man das Lied gut abstimmen: die Musik war laut aber nicht zu laut. Außerdem waren die Stimmen gut zu verstehen. Die anderen Gruppen haben ein super Telefonlied produziert (echt witzig :-)) und ein hübsches Freundschaftslied. Für meine Stimme war es zwar 2 Oktaven zu hoch, aber ich habe im Chor ja auch immer die dritte und tiefste Stimme gesungen. Auf jeden Fall war das Wochenende toll!


(Tim Böttcher)

Rechtsseminar in Marburg

Im Januar 2014 nahm schon zum zweiten Mal ein Teil der „Hamburger Elterngruppe blinder und sehbehinderter Kinder“ an einer Veranstaltung der BEBSK Teil.

Wir freuen uns in der Lupe darüber berichten zu dürfen und uns in diesem Zuge der restlichen BEBSK Gemeinschaft vorzustellen.
Das Rechtsseminar mit Herr Dr. Richter, fand in Zusammenarbeit mit der BLISTA statt und wurde hervorragend von Daniela Molder-Spittmann und Marion Böttcher organisiert. Danke noch mal dafür!!! Die Unterbringung im "Haus Sonneck" mit seinem behaglichen Kaminzimmer war eine optimal gewählte Location um sich bei gemütlichem Zusammensein kennenzulernen und auszutauschen bevor es am Samstag mit dem eigentlichen Seminar in der BLISTA los ging.
Die Referenten der rbm-Rechtsberatung Dr. Michael Richter, Christiane Möller, Stefanie Jonasch und Markus Brinker, welche allesamt selbst blind bzw. sehbehindert sind, begleiteten uns trotz des relativ trockenen Themas auf erfrischende Art und Weise durch das Seminar. Die Rechtsberatung bei der rbm erfolgt ausschließlich von gut ausgebildeten Juristen und kann von Mitgliedern des DBSV e.V., Pro Retina, DVBS e.V. oder Leben mit Usher-Syndrom e.V. kostenlos in Anspruch genommen werden.
Am ersten Seminartag wurden nach grundlegenden Informationen über Antragstellung, Widerspruchsverfahren, bis hin zur Klage, die Themengebiete Lebenswege, Hilfsmittel und Rehabilitation, Nachteilsausgleich und Alltagstipps in Workshops vertieft. Jeder Teilnehmer durfte 2 der 3 Workshops besuchen, die in kleineren Gruppen abgehalten wurden, so dass man auch die Möglichkeit hatte individuelle Fragen zu stellen. Alle rechtlichen Infos zum Seminar werden von der Rechtsberatung zusammengefasst und für die Teilnehmer online gestellt.
Am späten Nachmittag hatte man die Möglichkeit an einer beeindruckenden Führung durch die BLISTA, geleitet von der Koordinatorin der BLISTA Frau Edtmüller, teilzunehmen was auch vom Großteil der Eltern angenommen wurde.
Anschließend konnten wir uns bei einem herrlichen Abendessen in der Mensa über die Geschehnisse des Tages austauschen, bis es wieder zurück ins Haus Sonneck ging. Dr. Richter und Herr Brinker begleiteten uns spontan und verbrachten den Abend gemeinsam mit uns im Kaminzimmer.
Der zweite Tag des Rechtsseminars begann mit einer Zusammenfassung der  verschiedenen Workshops. So hatten alle noch einmal die Gelegenheit die wichtigsten Infos aus den verschiedenen Themenbereichen zu verinnerlichen. Der abschließenden Feedbackrunde konnte man durchweg positive Resonanz entnehmen. Gegen Mittag wurde dieses informative aber auch anstrengende Wochenende mit einem Snack und einem letzten Austausch in der Mensa beendet. ...


Ein Bericht von Alex, Annett, Nicole H. & Nicole P.

Segelwochenende am Bodensee

Für dieses Wochenende hatten wir uns ein Segelevent am Bodensee ausgedacht.
Ich kannte bereits den Integrativen Segelverein in Moos und habe mir mit Ingrid Österle überlegt, ob wir nicht ein Regionaltreffen in Baden-Württemberg organisieren könnten.
Gesagt getan und schon hatten wir einen Termin gefunden. Wir hatten uns als Unterkunft das Seehörnle in Horn ausgesucht. Das ist ein nettes kleines Hotel am See, welches integrativ geführt wird und auf behinderte Menschen ausgerichtet ist. Das Hotel ist sehr modern eingerichtet und hat gemütliche, behindertengerechte, Zimmer. Auf der Sonnenterasse kann man es sich gemütlich machen und auch das schöne Gelände war ideal für unsere Kinder zum toben und spielen. Als wir die Zimmer bezogen hatten und alle Familien angereist waren, gab es einen Grillabend. Das Wetter war ideal dazu. Wir hatten einen schönen Abend und die Kinder waren bereits auf den kommenden Morgen gespannt, denn da sollte es zum Segeln gehen. Die Kinder wurden in 2 Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe blieb beim Hotel und durfte einen abwechslungsreichen Vormittag bei der Kinderbetreuung verbringen. Es gab ein kreatives Angebot mit T-Shirt gestalten, Knetmasse verarbeiten oder eigenen Schmuck herstellen.
Die andere Gruppe ist mit den Eltern zum Hafen nach Moos gefahren. Dort haben uns bereits Frau und Herr Gielen, welche den integrativen Segelverein leiten, erwartet. Wir erlebten eine wahre Überraschung, als wir zuerst, bedingt durch das „Hochwasser“ das knöchelhohe Wasser zum Steg waten mussten.
Die Kinder bekamen Schwimmwesten verpasst und sind dann abwechselnd in einen Mini 12er Segelbötchen gestiegen. Die Segelboote wurden durch Anweisung der Betreuer vom Segelverein begleitet. Die Kinder durften die Segelboote über die Pinne selbst steuern und hatten die wahre Freude daran.
Begleitet wurden die Segelboote durch ein Beiboot, dass gegebenenfalls auch einschreiten konnte. Auf dem Beiboot durften einige Eltern und Kinder mitfahren. Für den Segelverein, welcher viel Erfahrung mit behinderten Kindern/Menschen hat, war es dennoch eine neue Herausforderung sich auf blinde/sehbehinderte Kinder einzustellen. Durch die hervorragenden Anweisungen durch Frau und Herrn Gielen gelang es aber ohne Probleme.
Die Kinder konnten sich auf dem Wasser neu erleben und Selbstbewusstsein gewinnen, sie waren sowas von begeistert, dass sie allein in einem kleinen Segelboot sitzen durften. Dadurch, dass die Kinder etwas tiefer sitzen und die Begrenzung spüren, bekamen sie mehr Sicherheit .
Das ein oder andere Kind wollte sich auch gleich so ein Segelboot anschaffen.Am Nachmittag war dann die 2. Gruppe an der Reihe und durfte sich ausprobieren. Die erste Gruppe durfte die Aktionen der Kinderbetreuung mitmachen.
Die Eltern hatten in der freien Zeit genügend Raum um zu relaxen und sich auszutauschen. Es war eine entspannte Stimmung und das Wetter lud ein, einfach nur im Liegestuhl zu entspannen um Sonne und Energie zu tanken.
Zu dem ganzen wurden wir hervorragend vom Hotel mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt.
Der Abend gab wieder Gelegenheit zum reden und die Kinder hatten Spaß beim Slacklinen und toben.
Am nächsten Morgen waren die Kinder wieder ganz aufgeregt und voller Tatendrang , die bereits gesammelte Segelerfahrung noch weiter ausprobieren zu dürfen...

Sandra Jasper

Und was es sonst noch gab...

Spielenachmittage bei der Firma Roskothen in Duisburg
Entspannungsseminar für die Mütter in Duisburg
Familientrefen im Reit- und Therapiezentrum Brückenmühle bei Kassel
Besuch der Duisburger Philharmoniker
Klettertag in Duisburg
Regionaltrefen in Hessen
Besuche im Wildpark Frankenhof in Reken
Filzen in Düsseldorf
Regionaltrefen in Süddeutschland
Seminar zum Übergang Kindergarten - Schule in Wiesbaden
Trommelwochenende in Bayern
Auslug zur Flugzeugwerft in München
Klavierwochenende
Schlittschuhlaufprojekt in Aachen
Hessentrefen in der Fasanerie
Notenschriftkurs in Münster
Herbstworkshop in Münster
Essen im Dunkeln in Essen
Adventstrefen in Bayern
Bayernauslug Wildpark Poing
Walmuseum in Münster
Führung im Jagd- und Fischereimuseum München
Sachsenwochenende
Eltern-Kind-Trefen in Berlin
Infoveranstaltung Sehbehindertentag in Essen

und vieles mehr...

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