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Das Abenteuer in 30 m Höhe

10.10.2016 12:25

Klettern im Heavensgate München

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tl_files/bebsk-upload/Logos fuer Texte/Lions Club international.pngHallo, ich heiße Laura Valtorta, bin 10 Jahre alt und will euch erzählen, wie viel Spaß ich vergangenen Sonntag in der Kletterhalle hatte.
Das war so: Meine Mama hatte vom Verein eine E-Mail bekommen, in der stand, dass eine Kletterhalle etwas anbietet, wo Blinde auch klettern dürfen. Das fand ich ziemlich toll und ich glaube, dass mein Bruder Matteo auch begeistert war. Als wir nach einer Viertelstunde endlich an der Kletterhalle ankamen, waren schon viele Leute da. Leider war nur eine Menge Leute da, die auch klettern wollten! Wer war noch nicht da? Natürlich die, die den Kurs mit uns machen wollten.
Wir standen da wie Falschgeld, bis endlich eine nette Frau kam, die uns begrüßte und uns einige Sachen erklärte. Bis es dann endlich richtig mit dem Klettern losging, dauerte es noch eine ganze Weile. Dann durfte sich jeder aussuchen, mit wem er klettern wollte. Ich entschied mich für ein Mädchen namens Judith, weil ich sie schon ein kleines bisschen kannte und hoffte, dass ich mich mit ihr anfreunden würde. Das war dann auch der Fall, aber eins nach dem anderen. Ich will ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.
Wir zogen uns unsere Kletterschuhe an, die mir anfangs viele zu klein vorkamen, und einen Klettergurt. Wir bekamen eine kurze Einweisung, bei der uns wurde gezeigt, wie man einen Achterknoten macht. Zuerst hängte ich mich an das Kletterseil und Judit war mit dem Sichern dran. Nach dem wir eine Weile geklettert waren und gesichert hatten, machte uns unser Trainer Tim das Angebot, mal eine längere Route auszuprobieren. Davon waren wir sofort begeistert. Ich war mit Klettern dran. Ichkletterte und kletterte. Irgendwann, nach etwa 5 bis 10 Metern, kam eine glatte Stelle. So eine, wie sie immer bei den kurzen Wegen kam, wenn die Wand zu Ende war. Ich dachte natürlich, dass die Wand zu Ende war. Was ich aber nicht mitkriegte war, dass auf der glatten Stelle doch noch Griffe waren. Ich setzte mich in meinen Gurt und schaukelte noch eine Weile hin und her, bis mir jemand zurief: „Laura, willst du nicht weiter machen?“ Da erst bekam ich mit, dass es noch weiter ging. Schnell kletterte ich weiter. Irgendwann fand ich keine Tritte mehr und meine Kraft ließ nach. Ich kam nur noch sehr langsam voran. Ich wunderte mich, wie Judith das so lange durchhielt mit dem Sichern. Irgendwann kam ich dann doch ziemlich verschwitzt und fix und foxi oben an. Oben – das waren 30 Meter!!! Nachdem ich heruntergelassen wurde, habe ich mich bei Judith bedankt. Danach legten wir eine Pause ein. Ich unterhielt mich mit Judith, während ich an einer Spezi schlürfte.
Danach war ich mit Sichern dran. Ich hatte sogar Spaß dabei, aber leider geht auch das schönste Abenteuer mal zu Ende. Während wir noch eine Kleinigkeit zu uns nahmen, tauschten Judith und ich noch unsere Telefonnummern aus.
Als wir im Auto saßen dachte ich: "Das war das schönste Erlebnis seit Langem."
Und mit Judith telefoniere ich seit dem jedem Abend! Wie schön!
Laura Valtorta

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